Was ist russisches Gold 585? Geschichte, Legierung & Besonderheiten von Rotgold

Was ist russisches Gold 585? Geschichte, Legierung & Besonderheiten von Rotgold

Wer sich in Deutschland auf die Suche nach edlem Goldschmuck begibt, stößt neben dem klassischen gelben oder strahlenden weißen Edelmetall immer häufiger auf den Begriff „russisches Gold 585“. Doch was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung, woher stammt der Begriff historisch und wodurch zeichnet sich Rotgold der Feinheit 585 aus?


Die Herkunft des Begriffs: Ein historischer Rückblick

Die Bezeichnung „russisches Gold“ ist keine moderne Marketingerfindung, sondern hat tiefe historische Wurzeln, die bis in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Im Russischen Kaiserreich etablierten Goldschmiede eine besondere Legierungstradition: Um dem Reingold höhere Festigkeit zu verleihen und einen warmen, feurigen Farbton zu erzeugen, beimischte man dem Schmelzprozess einen bewusst höheren Anteil an Reinkupfer.

Während in Westeuropa (wie in Deutschland, Großbritannien oder Italien) über lange Zeit hinweg gelbliche Goldlegierungen mit höherem Silberanteil oder geringere Feingehalte bevorzugt wurden, entwickelte sich die Feinheit 585 (14 Karat) mit Rotausprägung im östlichen Europa zum absoluten Qualitäts- und Standardmaß für Eheringe, Kreuze und Familienschmuckstücke.

Wussten Sie schon?

Der Begriff „russisches Gold“ hat sich im deutschsprachigen Raum vor allem im 20. Jahrhundert als etablierte Farbbezeichnung eingeprägt. Er beschreibt den charakteristischen warmen Rotton der 585er Legierung im Vergleich zum kühleren Zitronengelb traditioneller westeuropäischer Schmuckstücke.

Materialkunde: Wie entsteht der charakteristische Rotton?

Reines Gold (24 Karat / 999er Gold) ist von Natur aus sehr weich und für den alltäglichen Gebrauch von Schmuckstücken ungeeignet. Um die Haltbarkeit, Kratzfestigkeit und Härte zu erhöhen, wird das Feingold mit anderen Metallen verschmolzen. Diese Beimischung nennt man Zusatzmetalle oder Legierung.

Bei der Feinheit Gold 585 bestehen exakt 58,5 % des Gesamtgewichts aus reinem Gold. Die verbleibenden 41,5 % bestimmen die endgültige Farbe und die physikalischen Eigenschaften:

Goldvariante (585 / 14K) Feingoldgehalt Hauptlegierungsmetalle Visueller Charakter
Rotgold („Russisches Gold“) 58,5 % Überwiegend Kupfer, wenig Silber Warmer, satter Rötlich-Gold-Ton
Roségold 58,5 % Ausgewogenes Verhältnis Kupfer & Silber Zarter, pastelliger Rosa-Schimmer
Gelbgold 58,5 % Gleiche Teile Silber & Kupfer Klassischer, sonnengelber Farbton
Weißgold 58,5 % Palladium, Silber oder Nickel (oft rhodiniert) Kühler, eleganter Silbergrau- / Weißglanz

Je höher der Kupferanteil innerhalb der 41,5 % Zusatzmetalle liegt, desto intensiver und rötlicher schimmert das Gold. Es ist genau dieser ausgewogene Kupferanteil, der dem sogenannten russischen Gold seinen unverwechselbaren, eleganten Glanz verleiht.

Die Vorteile von Rotgold 585 im Alltag

Schmuck aus Rotgold 585 erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit — und das aus guten praktischen sowie ästhetischen Gründen:

  • Hohe Widerstandsfähigkeit: Durch den Zusatz von Kupfer ist Rotgold spürbar härter und robuster als reine Gelbgoldlegierungen. Das macht es ideal für Alltagsbegleiter wie Eheringe, Armbänder oder Ketten.
  • Schmeichelhaft für jeden Hauttyp: Der warme, leicht rötliche Unterton harmoniert hervorragend sowohl mit sehr hellen als auch mit gebräunten Hauttypen.
  • Zeitlose Eleganz: Rotgold wirkt edel und dezent zugleich, ohne aufdringlich zu wirken, und lässt sich hervorragend mit Diamanten oder Edelsteinen kombinieren.

Entdecken Sie hochwertigen Schmuck aus 585er Rotgold in unserer Kollektion Alles aus Gold.

Zurück zum Blog